von HAGEN THIELE
Remscheid. Bereits zum 25. Mal lud das Kulturzentrum "Point Of Music" zum Folkfestival ein. Bei dem Jubiläum waren "Odessa Projekt", "Trio Plus", "Heart Devils" und "Celtic Night" mit von der Partie. Bei den Bands handelt es sich um Gruppen, die schon öfter bei den Folkveranstaltungen im POM aufetreten sind und genau wissen, wie sie für die richtige Stimmung sorgen.
Ruhig und etwas verträumt gin ges mit "Celtic Night" los. Das Damentrio mit Sangerin und Gitarristin Wibke Jackson, Harfenspielerin Kathrin Montero und Fiedlerin Ariane Böker entführte das Publikum in eine Welt voller Märchen und Feen. Zumindest wenn man den interessanten Ansagen vor den Liedern lauschte. "Unsere Texte sind auf Gälisch. Übersetzen kann ich sie nicht, aber ich weiß, worum es geht", witzelte Jackson ganz zu Anfang. Der fremdartige Klang des Gälischen passte perfekt zu den verträumten Melodien. "Celtic Night" punktete durch eine dichte Atmosphäre und erntete vom Publikum nach einer knappen Stunden Auftritt großen Applaus.
Danach betrat die Band "Heartdevils", bestehend aus Rolf Kaudelka, Joachim Heinemann und Thomas Szalaga, die Bühne und bot Coverversionen bekannter Lieder von Künstlern wie Johnny Cash, Bruce Springsteen oder Elvis Presley. Obwohl nur zwei Gitarren, gespielt von Kaudelka und Szalaga, sowie ein Kontrabass, für den Heinemann zuständig war, zum Einsatzkamen, schaffte es die Truppe enorm rhythmisch und kraftvoll zu spielen. "Jetzt wird es heiß", kündigte Szalaga den letzten Song im Set der "Heartdevils" an, der sich "Ring of Fire" nannte und beim Publikum bestens ankam.
Danach trat das "Trio Plus" auf und servierte den zuhörern einen exotischen, aber sehr bekömmlichen Mix aus verschiedenen Stilrichtungen wie etwa Walzer und Polka. Mit gut tanzbaren Lauten aus dem Balkan trumpften zum Abschluss die sechs Musiker vom "Odessa Projekt" auf. Das Publikum war schnell von den osteuropäischen Volksliedern angetan, die die Band auf ihre eigene Art interpretierte. Dabei ging es meist überschwänglich. aber auch ab und an etwas ruhiger und verträumt zu. Insgesamt schaffte es die Gruppe hervorragend, ein gutes Wechselspiel zwischen langsamen und flotten Nummern zu spielen. Nach einem sehr guten Auftritt verabschiedete sich die Gruppe unter großem Beifall.
Bergische Morgenpost - Remscheid - vom 16.11.2009 (Hagen Thiele)
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